Früher habe ich meine Haare jeden Tag gewaschen. Ganz selbstverständlich. Sie sahen frisch aus, die Kopfhaut war ruhig, ich habe mir kaum Gedanken darüber gemacht. Ich war eigentlich zufrieden – bis mir Social Media etwas anderes suggeriert hat.
Plötzlich hieß es überall: Tägliches Haarewaschen sei schlecht. Wer seine Haare wirklich gesund haben wolle, müsse sie „trainieren“. Weniger waschen, mehr aushalten, durchhalten. Fettige Ansätze galten nicht mehr als Zeichen von Pflegebedarf, sondern als notwendige Übergangsphase auf dem Weg zu perfektem Haar.
Und obwohl es mir eigentlich gut ging, dachte ich: Vielleicht mache ich etwas falsch. Vielleicht schade ich meinen Haaren, ohne es zu merken. Wenn so viele Menschen diesen Weg gehen – dann muss ich doch auch etwas ändern.