Haare ausfetten lassen: Warum dieser Social-Media-Hype nichts bringt

Frau wäscht ihre Haare unter der Dusche – natürliche Haarwäsche statt Haare ausfetten lassen

Früher habe ich meine Haare jeden Tag gewaschen. Ganz selbstverständlich. Sie sahen frisch aus, die Kopfhaut war ruhig, ich habe mir kaum Gedanken darüber gemacht. Ich war eigentlich zufrieden – bis mir Social Media etwas anderes suggeriert hat.

Plötzlich hieß es überall: Tägliches Haarewaschen sei schlecht. Wer seine Haare wirklich gesund haben wolle, müsse sie „trainieren“. Weniger waschen, mehr aushalten, durchhalten. Fettige Ansätze galten nicht mehr als Zeichen von Pflegebedarf, sondern als notwendige Übergangsphase auf dem Weg zu perfektem Haar.

Und obwohl es mir eigentlich gut ging, dachte ich: Vielleicht mache ich etwas falsch. Vielleicht schade ich meinen Haaren, ohne es zu merken. Wenn so viele Menschen diesen Weg gehen – dann muss ich doch auch etwas ändern.

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Strahlende Haut statt Perfektion: Meine sanfte Glass-Skin-Routine

Frau mit geschlossenen Augen und strahlender, gut durchfeuchteter Haut – natürlicher Glass-Skin-Glow durch achtsame Hautpflege

„Glass Skin“ ist ein Social Media Trend, der schnell falsche Bilder im Kopf erzeugt: Perfekte, porenlose Haut, makellos und glatt wie Glas – ein Ideal, das so nicht existiert. Und genau davon möchte ich mich lösen. Für mich bedeutet Glass Skin nicht Perfektion, sondern gesunde, gut versorgte Haut. Eine Haut, die gepflegt wird, weil ich mir diese Zeit gönne – nicht, weil ich einem Schönheitsideal hinterherjage. Narben, Pickelmale und Poren sind normal.

Trotzdem finde ich den Look von Haut, die frisch wirkt, gut durchfeuchtet ist und von innen heraus strahlt, einfach schön. Mir macht es Freude, mich mit Inhaltsstoffen und Produkten zu beschäftigen und zu überlegen, was mir und meiner Haut gut tut.

Meine Glass Skin Routine ist keine also Anleitung für makellose Haut, sondern eine Anleitung für mehr Ausstrahlung und Balance.

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3 Ideen für Neujahrsvorsätze, die dir wirklich guttun

Notizbuch mit handgeschriebenen Ideen für Neujahrsvorsätze, Stift und Briefumschlag in warmen, ruhigen Farbtönen.

Neujahrsvorsätze haben oft einen schlechten Ruf. Sie fühlen sich an wie eine To-do-Liste voller Selbstkritik, die wir schon im Januar wieder enttäuscht zur Seite legen. Dabei kann ein neues Jahr auch etwas ganz anderes sein: eine Einladung, dir selbst etwas Gutes zu tun.

Für mich hat sich der Blick auf Vorsätze verändert, als ich aufgehört habe, sie als Liste von Dingen zu sehen, die „besser“ werden müssen. Diesen Gedanken habe ich in meinem letzten Artikel beschrieben: Neujahrsvorsätze durchhalten – warum Druck nicht hilft.

Vorletztes Jahr habe ich mir bewusst gar keine Neujahrsvorsätze gesetzt – und genau diese Pause hat mir geholfen, aus dem Druck auszusteigen. Und dieses Jahr möchte ich dir helfen, Vorsätze neu zu denken: nicht als Forderung, sondern als liebevolle Idee. Hier kommen drei Inspirationen dafür.

1. Körperliche Gesundheit neu gedacht

„Drei Kilo abnehmen“ ist einer der klassischsten Neujahrsvorsätze – und gleichzeitig einer, der stark auf das Äußere fokussiert ist. Oft schwingt dabei unterschwellig Unzufriedenheit mit dem eigenen Körper mit. Und das Gefühl, dass man weniger wert ist, wenn man keinen „perfekten“ Körper hat.

Wie wäre es stattdessen mit einem sportlichen Ziel, das dich stolz macht? Zum Beispiel zehn Kilometer joggen zu können, einen Handstand zu lernen oder regelmäßig ohne Leistungsdruck Yoga zu praktizieren. Der Fokus verschiebt sich vom Aussehen hin zu dem, was dein Körper kann.

Etwas mit dem eigenen Körper zu erreichen, fühlt sich kraftvoll an. Es stärkt das Selbstvertrauen und verbindet dich wieder mit deinem Körper – nicht aus Kritik heraus, sondern aus Wertschätzung.

2. Ein schönes „Warum“ statt kritischem Verzicht

Der Vorsatz „Weniger Geld ausgeben“ klingt vernünftig, fühlt sich aber oft wie ein Vorwurf an. Jeder kleine Kauf wird innerlich kommentiert, manchmal sogar verurteilt.

Ein anderer Rahmen kann alles verändern: „Ich spare Geld für einen Urlaub am Strand.“ Plötzlich gibt es ein klares Warum. Kein Verzicht, sondern Vorfreude. Kein innerer Zeigefinger, sondern ein Bild, das dich motiviert.

Wenn ein Vorsatz mit einem positiven Ziel verbunden ist, fällt es leichter, dranzubleiben. Nicht, weil du musst, sondern weil du möchtest.

3. Mehr innere Ruhe durch klare Grenzen

Ein Vorsatz für mehr inneres Wohlbefinden muss nicht spektakulär sein. Manchmal reicht eine leise, aber kraftvolle Entscheidung: Ich nehme meine eigenen Grenzen ernster.

Das kann bedeuten, öfter Nein zu sagen, Pausen bewusst einzuplanen oder nicht jede Erwartung von außen zu erfüllen. Statt „Ich muss gelassener werden“ könnte der Vorsatz lauten: „Ich erlaube mir, auf meine Bedürfnisse zu hören.“

Achtsamkeit beginnt oft genau hier – im Alltag, in kleinen Momenten. Wenn du deine Grenzen respektierst, entsteht innere Ruhe nicht als Ziel, sondern als natürliche Folge.

Was auf meiner Liste steht

Ein Vorsatz, den ich mir für dieses Jahr ganz bewusst nehme, ist ein sanfterer und positiverer Blick auf meinen Alltag. Wenn etwas Schlechtes passiert, neige ich dazu, es zu verallgemeinern. Aus einem unangenehmen Moment wird schnell das Gefühl: Der ganze Tag ist gelaufen.

Dabei war es oft nur eine Kleinigkeit. Ein Kommentar, eine Situation, ein kurzer Moment, der sich schwer angefühlt hat. Doch indem ich ihm so viel Raum gebe, mache ich mir selbst den Tag schwerer, als er eigentlich ist.

Ich möchte üben, genauer hinzuschauen. Nicht alles sofort als schwarz oder weiß einzuordnen. Ein schlechter Moment macht keinen schlechten Tag – und schon gar kein schlechtes Leben.

Wenn ich mich weniger an diesen ein, zwei unangenehmen Dingen festhalte, öffne ich mich wieder für all das Schöne, das trotzdem passiert. Für Begegnungen, kleine Erfolge, ruhige Augenblicke. Dieser Vorsatz ist für mich ein Schritt hin zu mehr innerer Weite – und zu einem Alltag, der sich leichter anfühlen darf.

Vorsätze als sanfter Impuls zum Jahresbeginn

Neujahrsvorsätze dürfen leicht sein. Sie dürfen sich gut anfühlen und dich unterstützen, statt dich unter Druck zu setzen. Vielleicht ist dieses Jahr kein Jahr der großen Veränderungen, sondern eines der liebevollen Ausrichtung.

Frag dich nicht: „Was muss ich ändern?“ Sondern: „Was würde mir wirklich guttun?“ Oft liegt genau darin der schönste Vorsatz.

Und wenn es mit einem deiner Vorsätze nicht klappt, ist das halb so wild. Es bedeutet weder, dass du undiszipliniert bist, noch macht es dich zu einem schlechteren Menschen.

Foto Credits: Foto von Polina auf Pexels

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Neujahrsvorsätze durchhalten – warum Druck nicht hilft und was stattdessen funktioniert

Funkelnde Wunderkerze in der Dunkelheit als Symbol für Neuanfang, sanfte Neujahrsvorsätze ohne Druck und einen achtsamen Start ins neue Jahr.

Jedes Jahr dasselbe Spiel: Listen werden geschrieben, Ziele formuliert, Motivation gesammelt. Und ein paar Wochen später folgt Ernüchterung. Neujahrsvorsätze scheitern selten an mangelnder Disziplin – sie scheitern an ihrem Ursprung. Viele Vorsätze entstehen aus Selbstkritik. Und genau das macht sie so schwer durchzuhalten.

„Endlich drei Kilo abnehmen“, „produktiver sein“, „weniger am Handy hängen“. Hinter vielen dieser Sätze steckt eine leise, aber wirkungsvolle Botschaft: So wie ich bin, bin ich nicht genug. Und aus diesem Gefühl heraus lässt sich kaum etwas nachhaltig verändern.

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Hochwertige Hautpflege: Warum teuer nicht immer besser ist

Nahaufnahme einer Frau, die Creme in ihre Haut einmassiert. Das Bild steht für hochwertige Hautpflege, die nicht teuer sein muss, sondern auf die richtigen Inhaltsstoffe und achtsame Selfcare setzt.

Hochwertige Hautpflege ist ein Thema, das viele Menschen beschäftigt. Wer sich durch Drogerien oder Parfümerien bewegt, stößt schnell auf Cremes und Seren, die zum Teil mehrere Hundert Euro kosten.

Hochglanz-Verpackungen, bekannte Markenbotschafter und große Versprechen sollen uns davon überzeugen, dass nur teure Produkte wirklich wirksam sind. Aber stimmt das wirklich? Bedeutet ein hoher Preis automatisch bessere Qualität und sichtbare Ergebnisse für die Haut? Die klare Antwort lautet: nein.

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Gesunde Essgewohnheiten: Warum es nicht schwarz oder weiß ist

Nahaufnahme von zwei Scheiben Brot mit cremigem Schokoladenaufstrich

Wir alle kennen diese Einteilung: Gemüse gilt automatisch als „gesund“, Chips als „ungesund“. Schon in der Kindheit bekommen wir vermittelt, dass bestimmte Lebensmittel „gut“ und andere „schlecht“ seien. Doch Essen lässt sich nicht so einfach in Schubladen stecken. Wer ausschließlich in Schwarz-Weiß-Kategorien denkt, setzt sich selbst unter Druck – und genau das ist langfristig ungesund.

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Natürliche Hautpflege – warum „ohne Chemie“ Quatsch ist

Braune Glasflasche mit schwarzem Deckel auf einem Holztisch, umgeben von Eukalyptusblättern und naturfarbenen Körben im Hintergrund.

Wir alle kennen sie: Die Produkte, die mit „100 % natürlich“, „ohne Chemie“ oder „clean beauty“ werben – am besten noch mit Blättern auf der Verpackung und einem Versprechen, unsere Haut auf natürliche Weise zu pflegen. Die Vorstellung von natürlicher Hautpflege ohne Chemie klingt erstmal nach etwas Gutem, oder?

Aber je mehr man sich mit Hautpflege beschäftigt, desto klarer wird:
Was in der Werbung als „pur“ oder „natürlich“ angepriesen wird, ist oft nicht das Beste für die Haut. Sondern einfach das Beste fürs Marketing.

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Hautbarriere reparieren: Dein 7-Tage-SOS-Plan für geschädigte Haut

Frau mit Handtuch auf dem Kopf tupft nach dem Duschen ihr Gesicht sanft ab – sanfte Pflegeroutine, um eine geschädigte Hautbarriere zu reparieren

Wenn deine Haut aus dem Gleichgewicht geraten ist

Rötungen, Spannungsgefühle, schuppige Stellen oder plötzlich auftretende Unreinheiten – all das können Anzeichen für eine geschwächte oder geschädigte Hautbarriere sein. Unsere Haut ist mehr als nur eine äußere Hülle: Sie schützt uns vor Umwelteinflüssen, Keimen und Feuchtigkeitsverlust. Gerät diese natürliche Schutzfunktion aus dem Takt, fühlt sich nicht nur die Haut unwohl – wir auch.

In meinem Artikel über das Stärken der Hautbarriere habe ich bereits gezeigt, wie du deine Haut langfristig pflegen und schützen kannst. Doch was, wenn der Schutzschild bereits beschädigt ist? Wenn deine Haut akut gereizt ist und du deine geschädigte Hautbarriere reparieren möchtest – aber nicht weißt, wie?

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